Street Food vs. Restaurant

Die Street Food Szene hat sich enorm entwickelt in den letzten 10 Jahren. Die Herkunft dieses Trends ist sicherlich vielfältig, hier gibt es viele Vorgänger, die Bratwurstbude vom Metzger, die asiatischen Food Stände in Shanghai, der Weihnachtsmarkt, verschiedene Strassenfeste, etc. Heutzutage zeichnet sich ein Street food Festival vor allen Dingen durch eine enorme kulinarische Vielfalt aus. Süss, salzig, sauer, chinesisch, indisch, italienisch, schweizerisch, usw. – ein wirkliches Erlebnis mit immer neuen Erfahrungen und genau hieraus speist sich der Erfolg dieses Trends, aus dem immer wieder neuem Entdecken von unbekannten Geschmäckern und Zutaten.

Um die Suche des Kunden nach neuen Geschmäckern und Erlebnissen zu nutzen, wurden dann die ersten Pop up Restaurants lanciert. Ein schönes Restaurant mit allen Bequemlichkeiten, die auf dem Street Food Festival fehlen und trotzdem etwas Neues. Gleichzeitig wird mit der begrenzten Laufzeit des Pop up dem Kunden klar gemacht, dass er jetzt kommen muss, bald ist das Lokal wieder weg. Ein erfolgreiches Konzept, so der Unternehmer über Social Media genügend Kunden von seinem Vorhaben in Kenntnis setzen kann bzw. auch überzeugen kann.

Eine weitere Variante sind die Food Courts, wobei hier leider oft kein Street Food zu finden ist, sondern Fast Food, nicht zu verwechseln. Street Food wird grundsätzlich aus frischen Zutaten vor den Augen des Kunden zubereitet und ist daher schon eine Offenbarung, beim Fast Food geht es um schnelle Verpflegung, bei nicht immer ganz so gesunden Zutaten bzw. Zubereitungsweisen. Einzig die Problematik des Verpackungsmülls haben sowohl Street- als auch Fast Food gemeinsam. Ein klar auf Street Food ausgerichteter Food Court befindet sich in Zürich an der Kuttelgasse 10, das Pic-Chic von Michel Péclard, nicht weit von der Bahnhofstrasse. Hier kommen wir dem Street Food Konzept auch noch wieder näher, da die Anbieter im Lokal wechseln, somit gibt es auch hier immer wieder etwas Neues zu entdecken.

Wie gehen andere Gastronomen mit dieser Suche der Kunden nach der Vielfalt und dem immer wieder Neuen um. Ein weiteres Beispiel hierfür ein sogenanntes Shop in Shop Konzept, wie wir es in der Re Bar beim Schauspielhaus finden. Dort hat sich der Barista Dejan Brunner zusammen getan mit den erfolgreichen Gastronomen von Ramen by MIKI & IKOO. Einfach keine Berührungsängste haben möchte man meinen, aber es müssen nicht nur die beiden Konzepte sich ergänzen und nicht konkurrieren, sondern auch noch die Chemie zwischen den Inhabern passen, damit eine Zusammenarbeit erfolgreich ist.

Der Erfolg der Street Food Märkte beruht auf dem Eventcharakter, der grossen Vielfalt und der limitierten Angebotsdauer, was die Kunden zusätzlich unter Druck setzt: „ Wir müssen da jetzt zum Wochenende hin, sonst ist es vorbei!“ Die lokale Gastronomie kann von diesem Trend profitieren, wenn Sie versucht den gleichen Wünschen der Kunden entgegen zu kommen und gleichzeitig die Bequemlichkeiten des Restaurants bieten kann.

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